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    9. Berliner starttogether – die Dokumentation! Social Media-Kollaboration – können dadurch Ressourcen eingespart werden?

    Von Karin Janner | 7.Juni 2012

    Letzte Woche fand in der Turnhalle / Berlin Friedrichshain das 9. Berliner starttogether statt.

    Das Thema war:
    Aktivitäten bündeln – Ressourcen sparen: Institutionelle Kollaboration im Bereich Social Media.
    Der Großteil der deutschen Theater, Museen und Orchester kann/will sich keinen eigenen “Social Media Manager” leisten.
    Was in der Praxis bedeutet, dass die Marketing- oder PR-Abteilung diese Arbeit “einfach noch dazu” macht.

    Da es dort noch so allerhand anderes zu tun gibt, steht man bald vor der Frage:
    Sollen wir da überhaupt mitmachen bei diesem Social Web? Können wir es leisten, alle Kanäle  mit qualitativ hochwertigen Inhalten zu füllen (die ja eigens dafür poduziert oder angepasst werden müssen) und sie in einer sinnvollen Frequenz zu bedienen?

    Ein mögliches Konzept

    Michael Müller und Jörn Brunotte von Culture to Go haben ein Konzept dazu entworfen und beim starttogether zur Diskussion gestellt.
    Die Grundidee ist, dass sich mehrere – thematisch verwandte – Kulturinstutionen zusammenfinden und gemeinsame Sache machen.
    Es gibt ein Blog, das gemeinsam befüllt wird, jeder beteiligte Partner erhält einen “Unterbereich”. So muss sich nicht jeder Partner ein eigenes Blog zulegen.
    Um die Reichweite zu erhöhen werden natürlich Facebook, Twitter, Youtube, Slideshare etc. genutzt, auch dort gibt es Gemeinschaftsaccounts für das Projekt.

    Die Vorteile sind:

    Es muss nicht jeder Partner ein eigenes Blog sowie Accounts bei diversen Plattformen erstellen und mit Leben füllen.

    Natürlich kam in der Diskussion die Frage auf:
    “Und wer kümmert sich um den Aufbau der Gemeinschaftskanäle, um Projektmanagement / Koordination der Inhalte?”

    Mehrere Möglichkeiten wurden besprochen:

      1. Jeder trägt seinen Teil dazu bei und das regelt sich von selbst.
        Das halte ich persönlich eher für unrealistisch, außer es sind sehr wenige Partner beteiligt (2-max. 4), die schon vorher perfekt zusammengearbeitet haben und sich sozusagen die Wünsche von den Augen ablesen. Sonst sehe ich die Gefahr, dass das “Team” (“Toll, Ein Anderer Macht’s”) nach der ersten Euphorie die Kanäle wieder versanden lässt, im eh schon vollgepackten Arbeitsalltag – und somit die zusätzlich geleistete Arbeit umsonst war.
      2. Eine Institution hat mehr Ressourcen als die anderen und übernimmt das Ruder. Das kann funktionieren, wenn allen das Projekt wichtig ist und die Zuarbeit stimmt.
        Natürlich gibt es auch hier mögliche Konfliktpunkte:
        - die Institution, die das Projektmanagement innehat, ärgert sich nach einer Zeit über die viele Zusatzarbeit und stellt infrage, ob es für sie überhaupt einen Mehrwert bietet, die anderen alle “mitzuschleppen”.
        - die “mitgeschleppten” Institutionen bekommen gar nicht mit, wie viel Arbeit die “Ruder-Institutuion” reinstecken muss und ärgern sich darüber, wenn diese sich hervortut und die größte Sichtbarkeit erhält.
      3. Es gibt einen Social Media Arbeitskreis, in dem von jeder Institution ein Mitarbeiter vertreten ist und der sich regelmäßig trifft, um die Kanäle  zu koordinieren und gemeinsame Aktionen zu planen. Idealerweise beschäftigt sich jedes Arbeitskreismitglied mit einem Teilgebiet (z.B. Tool) und bringt das Wissen ein, dann müssen nicht alle alles neu lernen.
        Das kann funktionieren, wenn jede Institution einen geeigneten und motivierten Mitarbeiter dafür hat.
        Die Frage, die sich stellt ist hier die, ob die Zeit, die für Koordination, Abstimmung, Planung der Gemeinschaftsaktionen (und Schlichten von etwaigen Unstimmigkeiten) draufgeht pro Insititution dann so viel weniger ausmacht als die Zeit, die jede Institution intern brauchen würde, um eigene Kanäle aufzubauen (also ohne Kollaboration).
      4. Die Institutionen schließen sich zusammen und suchen sich gemeinsam einen Social Media Manager, den sie anteilig bezahlen und der sich um Aufbau und Pflege der Kanäle sowie um den ganzen Orga-Kram kümmert.
        Das halte ich für die aussichtsreichste Variante.
        Nur: müsste dafür jede Institution ein Budget bereitstellen. Zusätzlich.
        Warum sollte man das tun, wenn man Social Media genausogut den Mitarbeitern aufhalsen kann, die das dann in ihrer Freizeit erledigen, oder dafür den Prakti einspannen kann, der eh nix kostet? ;)

    Zu diesem Thema kann man  lange, lange diskutieren, einige Punkte haben wir auf dem starttogether angesprochen, andere wollt Ihr vielleicht hier kommentieren – freue mich über Eure Ideen oder Erfahrungen dazu!

    Beispiele? Linkliste

    Zur Vorbereitung auf das starttogether hat Hie Suk Yang eine Linkliste bei Delicious angelegt: Berichte über bereits erfolgreich durchgeführte Kollaborations-Projekte. Wer noch Links hat, bitte gerne kommentieren, fügen wir zu!

    Außerdem hat sie sich in einem Blogbeitrag auf ihrem Blog socialmediaaustausch mit dem Thema beschäftigt und Pro- und Kontra-Argumente gesammelt.

    Die Folien der Referenten findet Ihr hier

    Social Media – Aktivitäten bündeln, Ressourcen sparen durch Kollaboration?

    View more PowerPoint from Culture to go GbR
    Natürlich dürfen Fotos nicht fehlen – gemütlich war`s!


    Herzlichen Dank!

    …an die Referenten für ihren spannenden Input und an die Teilnehmer für die interessante Diskussion!

    Die nächsten Termine

    Über Termine und Themen der starttogethers informieren wir hier: http://www.starttogether.de
    Wer keines verpassen will abonniert am besten den RSS-Feed oder schickt mir eine Mail (janner@kultur-projekte.net), dann trage ich Euch in den Mailverteiler ein.

    Das starttogether in Tweets: Hie Suks Storify!

    Topics: Internet, Social Media, Veranstaltungen, Web 2.0 | 4 Kommentare »

    4 Kommentare to “9. Berliner starttogether – die Dokumentation! Social Media-Kollaboration – können dadurch Ressourcen eingespart werden?”

    1. QWoo meint:
      7.Juni 2012 at 16:56

      Schöne Zusammenfassung! Vielen Dank an die fleißigen “Kollaborateure”. ;)

    2. 9. Berliner stARTtogether am 31. Mai – stARTconference meint:
      11.Juni 2012 at 11:43

      [...] Auf dem Kulturmarketingblog gibt es die Dokumentation des 9. Berliner [...]

    3. Blogs aus Berlin bei ebuzzing.de – Ranking für Juni 2012 | world wide Brandenburg meint:
      25.Juni 2012 at 13:11

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