Serie Web 2.0 im Kulturmarketing: Wikis
Was sind Wikis?
Hier die Definition aus Wikipedia:
„Ein Wiki (Hawaiisch für „schnell“), seltener auch WikiWiki oder WikiWeb genannt, ist eine Software und Sammlung von Webseiten, die von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch direkt online geändert werden können.
Wikis ermöglichen es verschiedenen Autoren, gemeinschaftlich an Texten zu arbeiten.
Ziel eines Wiki ist es im Allgemeinen, die Erfahrung und den Wissensschatz der Autoren kollaborativ in Texten auszudrücken.“
Die Technik:
Es gibt mittlerweile über 100 verschiedene Wiki-Systeme – das bekannteste ist MediaWiki (ursprünglich für Wikipedia entwickelt).
Das größte Wiki: Wikipedia
Wikipedia wird wohl am besten wissen, was Wikipedia ist:
„Wikipedia ist ein Projekt zur Erstellung einer Online-Enzyklopädie in mehreren Sprachversionen. (…) Jedermann kann unmittelbar Artikel einstellen oder verändern. Bestand hat, was von der Gemeinschaft akzeptiert wird. Bisher haben international etwa 285.000 angemeldete und eine unbekannte Anzahl von nicht angemeldeten Benutzern Artikel zum interaktiven Projekt beigetragen. Mehr als 7.000 Autoren arbeiten regelmäßig an der deutschsprachigen Ausgabe mit.
Das im Januar 2001 gegründete Projekt bezeichnet sich als „freie Enzyklopädie“, weil alle Inhalte unter freien Lizenzen stehen (…). Sie räumen jedermann unentgeltlich das Recht ein, die Inhalte unter bestimmten Bedingungen – auch kommerziell – zu nutzen, zu verändern und zu verbreiten. Betrieben wird Wikipedia von der Wikimedia Foundation, einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in Florida, USA. In vielen Ländern gibt es assoziierte Vereine, die die Ziele der Foundation teilen. Die Artikelautoren sind unabhängig von diesen Organisationen.“
Natürlich gibt es auch Problemfelder und Kritik an Wikipedia – dazu zählen in erster Linie ihre inhaltliche Genauigkeit und rechtliche Aspekte.
Bei der Zusammenarbeit so einer großen Gruppe an Content-Lieferanten liegt das auf der Hand.
Die Selbstorganisation der Wikipedia-Community funktioniert aber im Grunde genommen erstaunlich gut. Grobe Schnitzer werden schnell entdeckt, und Unternehmen, die ihre Wikipedia-Einträge peinlich schönen, werden meist bald entlarvt.
(vor allem große Unternehmen, die unter Beobachtung der Öffentlichkeit, der Medien und der Konkurrenz stehen – dazu ein Blogeintrag von Malte Landwehr; es ist natürlich immer eine Gratwanderung zwischen der legitimen Verbesserung der Online-Reputation und der Verdrehung von Tatsachen…).
Fachwikis
Wikipedia wäre im Grunde endlos erweiterbar – auch in spezielle Fachgebiete hinein. Trotzdem gibt es daneben Fachwikis.
Die Hauptunterschiede zwischen Wikipedia und einem Fachwiki sind folgende:
- Fachwikis behandeln Spezialgebiete und gehen hier weit mehr in die Tiefe als Wikipedia. Die Community, die ein Fachwiki betreibt, ist natürlich kleiner als die Wikipedia-Community, das hat Vorteile in der Zusammenarbeit.
- Wikipedia ist ausschließlich eine Enzyklopädie – Wikipedia ist kein Diskussionsforum, kein Wörterbuch, keine Werbeplattform und kein Ort zur Selbstdarstellung. Es dürfen nur Seiten zu Organisation angelegt werden, die Wikipedias Relevanzkriterien entsprechen, und es darf nur ein einziger Link auf die Organisation gesetzt werden (auf die Hauptseite, nicht auf die Unterseiten). Blogs und Portale dürfen gar nicht verlinkt werden, weder im Text, noch im Bereich „weiterführende Literatur“. Auch Links zu MySpace Seiten (z.B. von Musikgruppen) werden nicht gerne gesehen.
Legt man selbst ein Fachwiki an, kann man natürlich von diesen Regeln abweichen.
Fachwikis im Kulturbereich
sind rar gesäht. Ein paar Beispiele:
Museums-Wiki
„It is intended for museum personnel to participate in populating this wiki with museum-related material, typically in a form that is more detailed than suitable for inclusion in Wikipedia.“
Das Museums Wiki wurde 2007 von Jonathan Bowen, Leiter der britischen Museum Consulting Company Museophile Ltd, ins Leben gerufen und auf der internationalen Konferenz „Museums and the Web 2007“ in San Francisco vorgestellt. Hier das Paper dazu.
Theater-Wiki
Das Odyssee Theater Wiki hat Wolfgang Peter/ Odysseetheater Wien initiiert. Es
ist seit März 2005 online, bis jetzt gibt es in der Datenbank 752 Artikel und 222 Bilder.
„Das Ziel dieser Seiten ist es, umfangreiche Informationen rund um das Theaterleben zusammenzutragen und in enzyklopädischer Form darzustellen. Dazu zählen Angaben zu Dichtern und ihren Werken, zum kulturhistorischen und philosophischen Hintergrund, zu einzelnen Schauspielerpersönlichkeiten, wegweisenden Inszenierungen, zur Bühnentechnik und Kostümgeschichte u.v.m.
Das Projekt basiert vorerst auf den theaterrelevanten Daten der deutschsprachigen Wikipedia, soll aber nach und nach erweitert und vertieft werden.“
Akkordeon-Wiki:
Das Hohner Konservatorium Trossingen hat ein Akkordeon-Wiki gestartet.
Die Selbstdarstellung der Autoren ist hier ausdrücklich erwünscht:
“ Hier soll allen Akkordeonspielern, -lehrern und –orchestern die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst zu präsentieren. Anders als bei wikipedia, kann im Akkordeon-Wiki jeder eine Seite zu sich und seiner Person anlegen und sich mit anderen verlinken,“
schreibt Sabrina Fütterer im Hohner Konservatorium Blog dazu.
Das Wiki dient aber nicht nur der Eigendarstellung der Musiker, sondern:
„Das Hohner-Konservatorium versucht hiermit einen Service zur Verfügung zu stellen, der allen Akkordeonspielern und –liebhabern etwas bringt. Im Akkordeon-Wiki soll das Wissen rund ums Akkordeon gesammelt und dokumentiert werden. Und wer könnte das besser, als genau die Leute, die aktiv sind und das Instrument spielen.“
Andere Fachwikis
die auch für den Kulturbereich interessant sein könnten:
Web 2.0 in Nonprofits:
Englisches Wiki über „Best Practice in Using Web 2.0 for Nonprofits.“
„By now, many nonprofits have heard about Web 2.0, but may not be sure what that term actually means or how it can benefit their organization. We want to change that.“
Social Media Wiki
„Developing a guide to social media“, ein englisches Wiki seit 2006.
Wikis im Internen Marketing
Unter Internem Marketing versteht man Marketing gegenüber den Mitarbeitern eines Unternehmens/ einer Einrichtung. Man beschäftigt sich hier mit Optimierung der Zusammenarbeit und Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter.
„Der Gedanke Wissen ist Macht hat jetzt ausgedient; gefragt ist vielmehr, sein eigenes Wissen zu teilen und auszutauschen,“ schreibt die Computerwoche, und dafür sind Wikis bestens geeignet.
(ob Blogs oder Wikis für den internen Austausch besser passen, oder eine Kombination aus beiden, das soll an anderer Stelle besprochen werden; hier geht es einmal nur um Wikis)
Wikis können im Internen Marketing verwendet werden, um das Wissen der Mitarbeiter zu bündeln. Eine Enzyklopädie, speziell auf den Fachbereich des Unternehmens zugeschnitten.
Ist doch traumhaft!
Leider ist diese Denkweise noch nicht in allen Unternehmen angekommen. Die Angst, leicht ersetzbar zu sein, wenn man sein Wissen preisgibt, ist bei Hilfskräften ebenso wie bei Führungskräften verbreitet.
Dafür können sich Mitarbeiter durch gute Einträge ins Wiki (oder Blog) profilieren und ihre Kompetenz zeigen. Man kann hoffen, dass das bald von vielen Unternehmen erkannt wird und Mitarbeiter in diese Richtung motiviert werden.
Natürlich gibt es schon etliche Unternehmen, die Wikis im Internen Marketing verwenden – v.a. sehr große, die international ausgerichtet sind., wie z.B. IBM oder Siemens.
Bei KMU`s sind Wikis noch nicht sehr verbreitet (Ausnahme: EDV-Branche) und in Kulturbetrieben eine Seltenheit.
Voraussetzung für ein Unternehmenswiki ist eine gemeinsame Sprache; in internationalen Unternehmen wird das Englisch sein (zum Sprachproblem ein Artikel im Textdepot)
Gehostete Wikis oder eigener Server?
Das ist eine der ersten Fragen, die man sich bei der Einführung eines Wikis stellen wird.
Gehostete Wikis gibt es eine ganze Menge; Thomas Pleil hat dieses Thema in seinem Blog behandelt und hier 3 kostenlose Angebote getestet und verglichen: Wikispaces, Bluwiki und Zoho.
Interne Wikis im Kulturbereich
Es läßt sich schwer herausfinden – außer durch persönliches Befragen – welche Kultureinrichtungen interne Wikis verwenden, da diese ja nicht öffentlich sind.
Von den Kulturbetrieben, die ich zu diesem Thema befragt habe, betreibt keiner ein internes Wiki.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass einige größere Kultureinrichtungen bereits mit einem Wiki arbeiten. Eine davon ist das Kew Bridge Steam Museum in London, zumindest ist das in dem schon erwähnten Paper zum Museums Wiki zu lesen.
Wie startet und betreibt man ein Wiki?
Tipps zum Betreiben eines Wiki gibt Wolfgang Sommergut in seinem gleichnamigen Blog.
Wikis im Kulturmarketing – wofür kann man sie einsetzen?
Wikipedia
Wofür ein Eintrag? Um sich bekannt zu machen und um in der Öffentlichkeit ein möglichst gutes Bild von sich abzugeben – ohne flunkern, versteht sich, denn das könnte aufgedeckt werden, was nicht gerade förderlich für ein gutes Image ist.
Dass die Semper Oper in Dresden einen Wikipedia-Eintrag hat, ist wohl klar.
Und dass eine eben erst gegründete 3-Mann-Improvisations-Truppe nicht den Relevanzkriterien der Wikipedia entsprechen wird, auch.
Aber die Kulturangebote, die dazwischen liegen?
Es gibt zahlreiche Kulturangebote, für die bei Wikipedia schon eine Seite bereit liegt (da von anderen Wikipedia-Seiten auf den Begriff verlinkt wird), dort aber noch kein Inhalt zu finden ist, wie z.B. die Wikipedia –Seite des Wiener Kabaretts Niedermeier.
Die meisten kleineren Kultureinrichtungen kommen nicht auf die Idee, sich um einen Wikipedia-Eintrag zu kümmern und auch etliche große versäumen es, ihren Wikipedia-Eintrag regelmäßig zu kontrollieren und zu aktualisieren.
Natürlich ist mein Vorzeigetheater in Sachen Web 2.0, das AugusTheater Neu Ulm, schon lange in der Wikipedia zu finden.
Fachwikis
Kulturbetriebe können bestehende Fachwikis nutzen, um sich bekannt zu machen (so wie Wikipedia) oder ein eigenes Fachwiki ins Leben rufen, wie es z.B. das Odysseetheater Wien mit dem Odyssee Theater Wiki oder das Hohner Konservatorium Trossingen mit seinem Akkordeon-Wiki gemacht hat (genauer habe ich diese weiter oben unter „Fachwikis im Kulturbereich“ beschrieben).
Wikis im Internen Marketing
siehe oben.
Andere Einsatzgebiete von Wikis im Kulturbereich
Gerade auf dem Blog der Theatergruppe „Antigone 2.0“ entdeckt:
„Ödipedia.de – gib uns deinen Text“
„Auf ödipedia.de kann ab sofort der Text für unsere aktuelle Inszenierung, „Ödipedia – Auf der Suche nach“ bearbeitet, ergänzt und geschrieben werden. Jeder kann mitmachen, auch du! Der Text besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil basiert auf einem Urtext, der erweitert und verändert werden kann. Ganz Mutige können am zweiten Teil schreiben, in dem kein Text vorgegeben ist, sondern nur eine Inhaltsangabe der einzelnen Szenen.“
Eine schöne Beschreibung dieses Projektes ist auf dem eduFutureBlog zu lesen
Und nun noch mein Absatz „über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren…“
Wie alle Marketingmaßnahmen müssen Social-Media-Maßnahmen natürlich in das Gesamtkonzept integriert sein und zur Einrichtung passen, und das Gesamtkonzept samt Zielen, Strategien, Abstimmung der Maßnahmen untereinander usw. ist viel wichtiger und daher sorgfältiger zu planen als einzelne Maßnahmen.
Selbstverständlich kann weder ein Wikipedia-Eintrag noch ein internes Wiki Wunder wirken, aber jede Maßnahme kann als Baustein im Maßnahmenpaket dazu beitragen, dass die Ziele der Einrichtung erreicht werden.
Diskussion
Vielleicht fallen jemandem auch noch andere Einsatzmöglichen von Wikis im Kulturbereich ein?
Oder jemand kennt andere Fachwikis, die für den Kulturbereich interessant sind?
Oder möchte seine Erfahrungen mit Wikis posten?
Ich freue mich über ergänzende Kommentare! (und auch über nicht-ergänzende 😉 )
Links
Artikel
- Wikipedia, Eintrag zu „Wiki“
- Wikipedia, Eintrag zu „Wikipedia“
- Jeder 3. DAX-Konzern manipuliert bei Wikipedia (Malte Landwehr/ Online Reputation Management, 11.3.2008)
- Im Zeitalter von Wikis und Blogs: Netzwerke lösen Hierarchien ab (Computerwoche)
- Tipps zum Betreiben eines Wiki (Wolfgang Sommergut, 11.1.2008)
- Gehostete Wikis: Erste Erfahrungen (Thomas Pleil/ Textdepot, 22.11.2007)
- Sprachproblem: Wikis in internationalen Unternehmen (Thomas Pleil/ Textdepot, 19.2.2008)
- „Ödipedia.de – gib uns deinen Text“ (Blog der Theatergruppe Antigone 2.0, 30.6.2008)
- Theater im Wikiformat (eduFuture Blog, 30.6.2008)
Fachwikis
- Museums-Wiki – englisch
- Odyssee Theater Wiki (initiiert von Wolfgang Peter/ Odysseetheater Wien) – deutsch
- Akkordeon Wiki – (Wiki/ Plattform des Hohner Konservatoriums Trossingen) – deutsch
- Web 2.0 in Nonprofits (Best Practice in Using Web 2.0 for Nonprofits) – englisch
- Social Media Wiki (Developing a guide to social media) – englisch
Update am 10.7.
Dr. Brigitte Reiser hat vor, ein deutsches Fachwiki zum Thema „Web 2.0 und Non-Profits“ ins Leben zu rufen. Als Vorlage dienen die beiden englischen Fachwikis Web 2.0 in Nonprofits und Social Media Wiki. Sie hat diese Idee bereits auf dem Social Media Camp Berlin vorgestellt, in diesem Beitrag habe ich über das Social Camp und im Zuge dessen auch über das geplante Wiki berichtet.
Für die Umsetzung dieser Idee sucht sie noch MitstreiterInnen, wer Interesse hat, meldet sich auf ihrem Blog: http://blog.nonprofits-vernetzt.de
Wow. Wieder sehr umfangreich und detailliert. Bin noch sehr gespannt, ob sich wikis im eher kleinen Bereich werden durchsetzen können. Hat natürlich etwa mit „followership“ und aktivem Einsatz zu tun. Aber gerade im interenen Bereich größrerer Organisationen sehe ich großes Potential.
Karl-Friedrich von der Trenck (www.castlewelt.com) hat auch schon den Wunsch geäußert, ein Wiki zu Denkmalpflege einzurichten. Bin in dieser (und in Kultur-) Hinsicht gespannt.
Um Erfahrungen mit Wikis zu sammeln, macht es Sinn, sich ein persönliches Wiki aufzusetzen, um mit diesem Format zu üben. Über diesen persönlichen Weg kann man auch Mitarbeiter, die von Wikis noch nie gehört haben, eher für diese Anwendung gewinnen. Bei der Frage, für welches Wiki man sich entscheiden soll, hilft die WikiMatrix weiter. Michele Martin vom Bamboo Project Blog hat einen interessanten Beitrag über Wikis as Personal Space geschrieben, der auch zeigt, wie man Wikis in der Fortbildung einsetzen kann.
A propos Fortbildung: ich fände es positiv, wenn es analog zu den beiden oben erwähnten englischen Fachwikis über Web2.0 für Nonprofits auch ein deutschsprachiges Wiki zu demselben Thema für den hiesigen gemeinnützigen Sektor gäbe. Die Idee hierzu habe ich auf dem SocialCamp Berlin vorgestellt. Wer für dieses geplante Projekt Ideen oder Vorschläge hat, möge sich bitte mit mir in Verbindung setzen.
[…] Trossingen wurde von unserer Mitstudentin Sabrina Fütterer initiert und hat es bereits in die Berichterstattung in der Kulturmarketing-Bloggosphäre geschafft. Da gibt es für unseren Jahrgang nur ein Stichwort: […]
@Alexander von Halem:
Ein Wiki zur Denkmalpflege – das klingt interessant.
Ich kann mir vorstellen, dass es in Zukunft mehr Fachwikis geben wird. Wikipedia kann ja nicht sehr in die Tiefe gehen; und um aktuelle Fachinformationen zu bieten, finde ich es auch notwendig, dass man z.B. Blogs verlinken kann. Das ist in der Wikipedia nicht möglich, weil das für so eine große Community aus Gründen der Qualitätssicherung schwer handzuhaben ist. In einer kleinen Fachcommunity sollte das aber kein Problem sein.
Wie beim Aufbau eines Social Networks oder eines Forums wird es auch beim Aufbau einer Autorencommunity für ein Wiki sehr auf den Einsatz der Betreiber ankommen.
@Brigitte Reiser:
Ich habe den Hinweis auf Dein geplantes Wiki als Update in meinen Beitrag aufgenommen – ich würde mich freuen, wenn Dein Wiki zustande kommt und melde mich auch als Mit-Autorin; sag Bescheid, sobald Du es aufgesetzt hast.
Danke für Deine Links – klingt interessant, ich wollte sie gleich benutzen, aber leider funktionieren sie nicht. Vielleicht kannst Du sie ja noch einmal schicken?
Hier nochmal die Links, die jetzt funktionieren müssten:
WikiMatrix:http://www.wikimatrix.org/
‚Wikis as Personal Space‘: http://tinyurl.com/5r2jys
Wiki-Idee zum Nachlesen: http://tinyurl.com/6j9rmv
@Brigitte:
Danke, jetzt funktionieren sie
Ich habe jetzt zweimal ein Wiki verwendet, um längere Textbeiträge zu erstellen. Damit habe ich genau das gemacht, was Brigitte Reiser vorgschlagen hat, sich sein eigenes privates Wiki einzurichten.
Wikis sind vereinfacht gesagt so eine Mischung aus Textverarbeitung, Notizblock und Bookmark-Anwendung. Das heißt, sie sind hervorragend geeignet, um zu recherchieren, Links zu sammeln und dann eben auch Texte zu erstellen.
Wikis aufzusetzen und darauf zu bauen, dass sich andere daran beteiligen, ist eine ziemliche Herausforderung. Ich habe bereits im letzten Mai mit einem Förderwiki begonnen. So wirklich angenommen worden ist es aber nicht, wobei das zu einem großen Teil auch an mir liegt, denn ich habe es, denke ich, nicht ausreichend gepflegt und beworben.
Noch aber existiert es und auch die Links sind noch alle aktuell. Vielleicht sollte ich mich mal wieder dahinterklemmen. Förderungen sind ja ein nicht so ganz unwichtiges Thema im Kunst- und Kulturbereich.
Natürlich sind alle herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.
@Karin: Du hast in einem Kommentar auf meinem Blog vorgeschlagen, ein Kulturmanagement-Wiki aufzubauen. Klar bin ich dabei, Netcipia ist auch ein recht gutes Angebot. Wichtig ist es zu wissen, welche Ziele damit erreicht werden sollen.
[…] wozu sie verwendet werden können, gerade im Kunst- und Kulturbereich, darüber hat Karin Janner im Kulturmarketing Blog einen höchst informativen und umfassenden Beitrag geschrieben. Auch hier gilt: so ein Ding ist […]
@Christian:
„Ich habe jetzt zweimal ein Wiki verwendet, um längere Textbeiträge zu erstellen.“
Hat das eigentlich sonst noch Vorteile gegenüber einem Worddokument (außer, dass man den Umgang mit Wikis übt)?
Dein Förderwiki! Super Idee! Das schafft man ja eh nicht alleine, den ganzen Förderdschungel zu durchblicken!
Komisch, ich hab schon öfter über Fördermittel recherchiert, aber bin noch nie drüber gestolpert…
Bisschen problematisch bei so einem Förderwiki sehe ich nur die Tatsache, dass sich ja häufig was ändert bei den Fördertöpfen oder Vergabekriterien. Ist schon eine ziemliche Herausforderung, da immer auf dem neuesten Stand zu sein, oder?
Zum Kulturmanagement-Wiki:
Ziel: Eine gute und aktuelle Sammlung aller Themen, die für Kulturmanager wichtig sind.
Dein Blog bietet ja da auch schon sehr viel, auch die Seiten des Kulturmanagement Network; aber ein Wiki ist da vielleicht geeigneter bzw. eine gute Ergänzung (schließt sich ja nicht aus…), weil die Beiträge nicht chronologisch geordnet sind und außerdem verschiedene Leute ihre Erfahrungen einbringen können.
Mit diesem Fachwiki können wir natürlich bedeutend
mehr in die Tiefe gehen als Wikipedia und außerdem die Regeln selbst festlegen. Bei Wikipedia kann man nicht auf Blogs, Blogbeiträge oder Portale verlinken – also kann man nie wirklich topaktuelle Themen einbringen. (außerdem kann man bestimmt mehr Leute motivieren, mitzumachen, wenn sie auf ihre Blogeinträge verlinken können…)
Und die Relevanzkriterien können wir auch selbst bestimmen mit einem eigenen Fachwiki.
Natürlich schreibt sich das Wiki dann nicht von selbst… Ich glaube auch, dass es sehr viel Arbeit ist, Leute zu motivieren, in ein Wiki zu schreiben. Und im Kulturbereich gibt es ja auch sonst nicht so viele, die das Internet regelmäßig mit Infos versorgen (z.B. Blogs)- aber wenn man die, die man kennt, motiviert, beim Wiki mitzumachen? Und dann noch zusätzlich auf die Suche nach Autoren geht (z.B. auf Unis, in Alumni-Clubs, über Kulturmanagement Network…)
Ich habe auch schon überlegt, ein Kulturmarketing-Wiki zu machen, aber das Thema ist wohl zu speziell, als dass sich genug Mit-Schreiber beteiligen würden. Vielleicht mache ich mal eines in Verbindung mit meinem Blog, wo ich einfach die Beiträge in anderer Reihenfolge hineinschreibe bzw. darauf verlinke. Die umgekehrt chronologische Reihenfolge eines Blogs ist nicht immer nur von Vorteil…
Bestimmt gibt ein Wiki über ein allgemeineres Thema – Kulturmanagement – mehr her.
Netscipia hast Du, glaube ich, mal irgendwo in Deinem Blog vorgestellt? Das war doch so ein Mittelding zwischen Blog und Wiki? Vielleicht magst Du ja noch den Link zu Deinem Beitrag hier posten.
Ich dachte entweder an MediaWiki oder aber:
Ich habe auch schon mal überlegt, ob es nicht Sinn machen würde, eine Community für Kulturmanager anzulegen – mit Hilfe von Ning, Mixxt, Tribax oder wie sie alle heißen. Und das Wiki als Bestandteil davon… Ist aber wohl noch mehr Arbeit als nur ein Wiki… Oder umgekehrt: Ein Wiki, bei dem die Autoren ein differenzierteres Profil anlegen können als bei z.B. Wikipedia, damit sie über ihre Beiträge gleich auch in Austausch miteinander kommen können…Was meinst Du? Macht sowas Sinn?
Grüße, Karin
Karin, zu Deiner ersten Frage: Der Vorteil eines Wikis gegenüber der Textverarbeitung liegt meiner Meinung nach erstens in der größeren Übersichtlichkeit und zweitens in der engeren Anbindung an das Internet. Wenn Du strukturierte Texte schreibst und mit Links arbeitest, sind das in meinen Augen zwei wichtige Punkte.
Schreibt man nicht alleine an einem Text, kommt noch dazu, dass alle immer automatisch die aktuellste Version zur Verfügung haben. Spätestens wenn drei Leute sich verschiedene Textversionen mailen, wird die Sache unübersichtlich. Meist scheitert es schon daran, die Datei richtig zu benennen.
Das Förderwiki ist eine Herausforderung, das stimmt. Deshalb ist ja auch die Idee entstanden, ein Wiki aufzusetzen, an dem alle mitarbeiten können. Wer dann einen neuen Link oder ein neues Programm findet, gibt das einfach ein bzw. aktualisiert die Seite. Aber so etwas dauert natürlich. Ich könnte mir vorstellen, dass es diesmal besser klappt als beim ersten Versuch im letzten Jahr.
Die Idee mit dem Banner ist auf alle Fälle gut, das werde ich machen.
Zum Kulturmanagement Wiki: die wichtigste Voraussetzung ist es wohl, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Stimmen die, kann man da sicher viel daraus machen. Aber Du hast natürlich Recht, es bleibt viel Arbeit.
Netcipia ist deshalb sehr praktisch, weil es Blog und Wiki kombiniert. Du hast auf der einen Seite das Wiki für die Kulturmanagement-Ebene und auf der anderen Seite das Blog, in dem auf der Metaebene über das Projekt Kulturmanagement Wiki geschrieben werden kann. Das erscheint mir wichtig, denn ich denke, diese Form des Austausches ist bei einem Projekt dieser Größenordnung unbedingt nötig.
An Plattformen wie Ning habe ich auch schon gedacht, aber die Frage ist, welche Ziele man damit verfolgt? Vernetzen als Selbstzweck reicht meist nicht, daher finde ich die inhaltliche Ausrichtung ganz gut.
Aber ich bin flexibel. Die Domain http://kulturmanagement.netcipia.net ist auf alle Fälle schon mal reserviert. 😉
Die Idee mit der Wikiroll ist gut. Das werde ich auch machen…
@Christian
Deine Gründe, selbst ein Wiki aufzusetzen, sind einleuchtend. Besonders der mit der Zusammenarbeit.
Ich hatte mal in meinem Erststudium die lustige Aufgabe, Schriftführerin eines 200-seitigen Projektberichtes zu sein, an dem über 30 Studis gearbeitet haben… das war ein Spaß, die Worddokumente zusammenzufügen, kann man sich ja vorstellen. Die meisten hatten auch noch meine Formatvorlagen, die ich im Vorfeld ausgeschickt hatte, ignoriert… wenn ich damals schon etwas von Wikis gehört hätte
Was ich noch nicht probiert habe, ist die Zusammenarbeit mit Google Docs. Gibt Leute, die da begeistert sind…
Schnell fix Netscipia reserviert! Ist schon mal was! Ich bin nur noch nicht dazu gekommen, mich eingehend mit diesem Tool zu beschäftigen. Aber eine Kombi aus Wiki und Blog, das klingt ja gut. Ich denke auch, dass ein Austausch neben dem Wiki wichtig ist, und ein Blog könnte da ja gut geeignet sein.
Wegen Ning oder so: Ich habe schon länger überlegt, ob es Sinn machen würde, eine Community für Kulturmanager anzulegen. Ich habe auch schon Dirk Heinze gefragt, ob er nicht so etwas machen will, aber der hat gar kein Interesse (irgendwie logisch auch nach dem Flop mit seinem Forum…).
Viele Kulturmanager lehnen Xing ab (ist zu businessmäßig)und fühlen sich auch von Facebook u.ähnl. nicht angesprochen (zu jung, nehmen sie nicht ernst…).
Ich glaube aber auch, dass vernetzen zum Selbstzweck nicht reicht. Würden zu wenige machen. Drum dachte ich daran, das vielleicht mit einem Wiki zu kombinieren. Im Vordergrund und auch als Anknüpfungspunkt würde der gemeinsame Wikiaufbau und der fachliche Austausch stehen, aber als Zusatzoption die Vernetzung über die Community? Wenn man sich eh schon registrieren und ein (Kurz-)Profil anlegen muss, um beim Wiki mitmachen zu können, warum dann nicht gleich ein etwas ausführlicheres Profil anlegen und Teil einer Community werden?
Aber ich bin mir da
1. nicht sicher, ob die Kulturmanager das wollen
2. kenne ich nun über dich die Kombi aus Wiki und Blog (Netscipia), aber keine wirklich gute Kombi aus Wiki und Community, zumindest keine, wo das Wiki im Vordergrund steht. Bei Mixxt kann man ein Gemeinschaftswiki anlegen, aber im Vordergrund steht die Community-Funktion, das Wiki ist nur so ein Anhängsel und daher auch nicht wirklich ein Super-Wiki. Kennst Du so etwas?
3. bin ich selbst ja eh schon über alle möglichen Communities mit allen möglichen Leuten vernetzt, und hab weder mit Xing noch mit Facebook ein Problem… möchte also nicht unendlich viel Zeit in den Aufbau so einer Community stecken.
Aber wenn es vielleicht in einem Aufwasch mit dem Wiki gehen würde? Vielleicht kann man so doch noch mehr Kulturmanager ins Netz holen…
Wie siehst Du das??
[…] ein Wiki ist, hat Karin ja ausführlich beschrieben, warum brauchen wir aber ein Wiki für den Bereich Kulturmanagement? Die Infos, die im wohl […]
Die Diskussion über ein Kulturmanagement-Wiki geht nun weiter auf dem Kulturmanagement-Blog unter diesem Beitrag:
http://tinyurl.com/6g8qc6
Über Kommentare zu Wikis, Fachwikis, Wikis im Internet Marketing…
freue ich mich weiterhin hier
[…] Fachbeiträge auf sich aufmerksam machen. Über Wikipedia und Fachwikis im Kulturbereich habe ich in diesem Beitrag […]
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